Petrotektonische Untersuchung des Cordieritgneisgebietes um Bodenmais im Bayr. Wald und der eingelagerten Kieslagerstätten

  • Helmut Schröcke
Article

DOI: 10.1007/BF01129856

Cite this article as:
Schröcke, H. Heidelberger Beitrage. (1954) 4: 464. doi:10.1007/BF01129856

Zusammenfassung

Die Umgebung von Bodenmais wurde petrographisch kartiert und der mineralfacielle und tektonische Ablauf ermittelt. Die Erzkörper bei Bodenmais liegen in metatektischen Cordieritgneisen, und zwar in deren Metatekten. Sie können aus einer Reihe von Gründen nicht aus dem Restbestand in diese wie deren leukokrater Stoffbestand hineingewandert sein, sondern waren bereits in älteren Mineralfacies schon etwa in der heutigen Zusammensetzung als Erzkörper vorhanden. Der im Cordieritgneis überall anzutreffende geringe Sulfid- und Oxydgehalt wandert bei der recht intensiven metamorphen Differentiation ebenfalls nicht. In den Orthogesteinen, die dem Cordieritgneis eingeschaltet Bind, wurden dioritische und basischere Gesteine nachgewiesen. Auch zu diesen zeigen die Erze keine geochemischen Beziehungen. Da im tektonischen Dach der Gneise, in den Granatglimmerschiefern bei Lam, und in den Gneisen selbst der gleiche kinetische Ablauf mit fast gleichem Deformationsplan gefunden wurde und nur ein Deformationsplan nachgewiesen werden konnte, ist es möglich, daß die Anordnung der Erze parallel der Anordnung von Schichtgliedern im Glimmerschiefer einer ursprünglichen Schichtung entspricht.

Copyright information

© Springer-Verlag 1955

Authors and Affiliations

  • Helmut Schröcke
    • 1
  1. 1.Mineralogisches Institut der Universität HeidelbergGermany

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