Struktur und Entstehung des Sepioliths

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Zusammenfassung

Der Sepiolith ist ein selbständiges Mineral, dem folgende Strukturformel zukommt: $$_\infty ^1 \left[ {H_2 O} \right]_n ,_\infty ^1 \left\{ {\left( {Mg,Fe^{ + 3} ,Fe^{ + 2} ,Al^{ + 3} } \right)_8^{[6]} \left( {H_2 O} \right)_4 \left( {O,OH} \right)_4 \left[ {\left( {Si,Al} \right)_{12} O_{30} } \right]} \right\}rh n \leqslant 8$$

Das Mineral enthält zeolithisches, Kristall- und Konstitutionswasser.

Die Gitterkonstanten betragen: $$a_0 = 13,4{\AA}, b_0 = 26,8{\AA}, c_0 = 5,28{\AA}, Z = 2.$$

Die Raumgruppe lautet: D 2h 6 — P 21/n 2/c 2/n.

Zwischen den chemischen, thermischen und morphologischen Beobachtungen und den Röntgendaten konnte eine gute Übereinstimmung erzielt werden.

Das Mineral ist bis ungefähr 350° stabil und geht oberhalb dieser Temperatur in das Anhydrid über.

Die wahrscheinlichste Ari der Entstehung des Meerschaums, nämlich die Bildung aus dem Serpentin, wurde an Hand der strukturellen Beziehungen abgeleitet.

Auch neue Verwendungsmöglichkeiten wurden angegeben.

Am Schlusse möchien wir Herrn Prof. Dr.F. Machatschki für die Förderung und Unterstützung dieser Arbeit bestens danken.

Auch MlleS. Caillère (Paris) möchten wir für die Überlassung des Sepioliths von Ampandrandava und HerrnKassenbeck für die Anfertigung von Elektronenmikroskopaufnahmen unseren herzlichsten Dank aussprechen.

Mit 14 Textabbildungen.
Unserem verebrten Lehrer Herrn Prof. Dr.F. Machatschki, Vorstand des Mineralogischen Institutes der Universität Wien, zum 60. Geburtstag gewidmet.