Variationsstatistische Untersuchungen über Kerneinschlüsse und -Kristalle in der menschlichen Leber

  • E. Schiller
Article

DOI: 10.1007/BF00541094

Cite this article as:
Schiller, E. Z.Zellforsch (1949) 34: 337. doi:10.1007/BF00541094

Zusammenfassung

Die vorliegenden Untersuchungen erstreben eine ätiologische Erklärung der Kerneinschlüsse.

Die Anzahl der Kerneinschlüsse schwankt von 0,02 bis 0,70%. Der Mittelwert beträgt 0,138%.

Die weiblichen Lebern enthalten mehr Einschlüsse als die männlichen (♀ 0,175%, ♂ 0,131%).

Großkernige Zellen sowie solche mit Riesenkernen enthalten häufiger Einschlüsse als zweikernige Zellen, soweit die Kerne dieser Zellen nicht selbst groß sind.

In den sogenannten dunklen Leberzellen wurden keine Einschlüsse gefunden wohl aber gelegentlich in den dunklen Randzellen der Leberläppchen.

Intermediärzone und Läppchenzentrum scheinen von Einschlußkörpern bevorzugt zu sein, was wahrscheinlich von der Wasserstoffionenkonzentration und dem geringeren Gas- und Flüssigkeitsaustausch der Zellen im Zentrum abhängt.

Ein herdförmiges Auftreten der Einschlüsse kommt besonders in Lebern mit wenig Einschlüssen zum Ausdruck.

Kernkristalle wurden nur in einem Fall beobachtet. Sie sind äußerst selten. Die Entstehung der Kristalle wird diskutiert.

Copyright information

© Springer-Verlag 1949

Authors and Affiliations

  • E. Schiller
    • 1
  1. 1.Anatomischen Anstalt der Universität LeipzigDeutschland