Die Muskulatur im Lungenparenchym des Menschen

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Zusammenfassung

Die Untersuchung mehrerer Lungen von gesunden jungen Männern ergab, daß, wie andere Autoren schon ausgesprochen haben, die vielfach zitierte Arbeit von Baltisberger auf der Untersuchung einer ungewöhnlich muskelstarken Lunge beruhte. Dennoch kann gesagt werden, daß in der normalen Lunge nicht 1 mm3 Lungenparenchym frei ist von glatter Muskulatur. Die Muskulatur findet sich hauptsächlich in den Alveolareingangsringen, fehlt jedoch den im Alveolarbaum am meisten peripher gelegenen Alveolareingängen. Die Dicke der Muskelringe nimmt im Alveolarbaum von den Bronchioli alveolares peripherwärts gegen die Sacci alveolares ab, so daß dort oft nur einzeln liegende glatte Muskelzellen in den Eingangsringen gefunden werden. Durch das Zusammenhängen der Eingangsringe kann jeder Ductus alveolaris nicht nur in seiner Breite, sondern auch in der Längsrichtung verkürzt werden. Erstreckt sich die Kontraktion der Muskulatur auf mehrere benachbarte Ductus alveolares, so werden alle in ihrem Bereiche gelegenen Alveolen verengt werden können, auch die muskelfreien Alveolen in der Peripherie der Alveolarbäumchen, soweit sie zwischen den kontrahierten Ductus alveolares liegen. An “interstitieller” Muskulatur wurden nur selten einzelne Muskelbündel gefunden, die aus der Muskulatur eines Bronchiolus zwischen benachbarte Alveolen ausstrahlen und auf diese eine verengende Wirkung haben werden.

Mit 6 Textabbildungen