Zeitschrift für Kinderheilkunde

, Volume 74, Issue 3, pp 303–319

Das Reitersche Syndrom bei Kindern und seine Therapie

Authors

  • Hans Henckel
    • Universitäts-Kinderklinik Heidelberg
Article

DOI: 10.1007/BF00436480

Cite this article as:
Henckel, H. Z. Kinder-Heilk. (1954) 74: 303. doi:10.1007/BF00436480

Zusammenfassung

Nach kurzer Darstellung des Symptomenkomplexes der Reiterschen Krankheit und Definition dieses Krankheitsbegriffes, dessen Beibehaltung angesichts der noch immer ungeklärten Ätiologie ratsam erscheint, wird auf die spezielle Situation der RK im Kindesalter eingegangen. Dabei ist diese allergische Reaktionskrankheit nach unserer Ansicht auch bei Kindern keineswegs so selten, wie es nach der äußerst geringen Anzahl von bisher 5 mitgeteilten Fällen den Anschein haben könnte. 3 eigene Krankheitsfälle (Mädchen!) aus den letzten Jahren stützen diese Annahme. Das Vorliegen einer Sulfonamidallergie bei 2 dieser Kinder unterstreicht die Bedeutung der “allergischen Diathese” für das Zustandekommen der RK. Der klinische Ablauf wird geschildert und dabei auf den Erfolg der bei 2 Kindern angewandten Cortisontherapie hingewiesen, über die bei diesem Krankheitsbild in der europäischen Literatur bisher keine Berichte vorliegen. In der amerikanischen Literatur finden sich 2 Mitteilungen über die Wirkung von ACTH (in 2 Fällen auch von Cortison) beim Reiterschen Syndrom. Die Erfahrungen dieser Autoren decken sich mit den unseren, die unabhängig von jenen gewonnen wurden.

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