Beweise für die Chromosomennatur der Kernschleifen in den Knäuelkernen von Bibio hortulanus L.

Cytologische Untersuchungen an Dipteren I
  • Emil Heitz
  • Hans Bauer
Article

DOI: 10.1007/BF00403356

Cite this article as:
Heitz, E. & Bauer, H. Z.Zellforsch (1933) 17: 67. doi:10.1007/BF00403356

Zusammenfassung

  1. 1.

    Die Schleifenkerne der Malpighischen Gefäße von Bibio hortulanus enthalten stets fünf Kernschleifen. Diese Zahl entspricht der haploiden Chromosomenzahl. Jede Kernschleife besteht aus zwei längsgepaarten Elementen. Die Längen der Schleifen eines Kerns sind untereinander konstant verschieden in der gleichen Weise, in der sich auch die Längen der prophasischen Chromosomenpaare untereinander unterscheiden.

     
  2. 2.

    Drei der Schleifen sind außer durch bestimmte Länge auch durch konstante Formbesonderheiten gekennzeichnet. Eine mittellange trägt nahe einem Ende einen Nukleolus, der in seinem Innern chromatische (Nuklealfärbung) Einschlüsse enthält. Eine andere, die längste, besitzt eine scheibenartige Endverdickung. Eine weitere, die zweitkleinste Schleife, ist terminal zu einem Endbäumchen aufgespalten.

     
  3. 3.

    Aus der Gesamtheit der Tatsachen ergibt sich, daß die Kernschleifen die stark vergrößerten Chromosomenpaare darstellen.

     
  4. 4.

    Die Kernschleifen besitzen chromomerenartige, qualitativ ungleiche Scheibenstrukturen, deren Auftreten an bestimmten Stellen der jeweiligen Schleifen konstant ist.

     

Copyright information

© Springer-Verlag 1933

Authors and Affiliations

  • Emil Heitz
    • 1
  • Hans Bauer
    • 1
  1. 1.Institut für allgemeine Botanik und dem Institut für Schiffs-und Tropenkrankheiten zu HamburgDeutschland