, Volume 65, Issue 2, pp 186-194

Untersuchungen zur Synchronisierbarkeit einzelner Pigmentmangel-Mutanten von Chlorella

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Summary

Four different mutant strains of Chlorella pyrenoidosa were studied under conditions giving rise to synchronized mass cultures. The mutants contained either both chlorophyll a and b, only chlorophyll a or only traces of green pigments.

Optimal synchronization was found to occur under a light-dark-regiment of 10:14 hours. It was impossible to achieve a complete synchronization; most of the cells developed autospores only every second cycle. This behavior was independent from the pigmentation of the strain; this was taken as evidence for the assumption, that the chlorophylls are not engaged in the timing process.

Zusammenfassung

Verschiedene Chlorella-Mutanten, die Chlorophyll a und b (Mutanten 10 und 11), je nach Kulturbedingungen nur Chlorophyll a oder Chlorophyll a und b (Mutante 41) oder nur Spuren von Chlorophyllen (Mutante 31) enthielten, wurden auf ihr Verhalten unter synchronisierenden Kulturbedingungen untersucht.

Eine optimale Synchronisation war in einem Licht-Dunkel-Wechsel von 10 Licht- zu 14-Dunkelstunden zu erzielen.

Die Synchronisationsschärfe war relativ gering. Unter keiner der angewendeten Kulturbedingungen ließ sich eine Vollsynchronisation erzielen; der Synchronisationstyp war am besten mit einer Gruppen-synchronisation zu vergleichen, bei der laufend Zellen von der einen in die andere Gruppe überwechseln.

Unabhängig vom Vorhandensein von Chlorophyll a oder b und vom Ausmaß organischer Zusätze zu den Nährlösungen zeigten alle untersuchten Chlorella-Mutanten den gleichen Synchronisationstyp.

Da die untersuchten Mutanten trotz verschiedener Pigmentzusammensetzung bis hin zum praktischen Chlorophyllverlust in gleicher Weise synchronisierbar sind, ist eine Beteiligung der Chlorophylle am “Zeitgeber-Mechanismus” als sehr unwahrscheinlich anzusehen.