Archiv für Dermatologie und Syphilis

, Volume 192, Issue 2, pp 164–174

Die Darstellung der Syphilis auf dem sogenannten Aachener Altarbild der Kölner Malerschule (um 1510)

Authors

  • Egon Schmitz-Cliever
    • Röntgenfacharzt
Article

DOI: 10.1007/BF00362168

Cite this article as:
Schmitz-Cliever, E. Archiv für Dermatologie und Syphilis (1950) 192: 164. doi:10.1007/BF00362168

Zusammenfassung

Auf dem sogenannten „Aachener Altarbild“ der Kölner Malerschule um 1510 findet sich die klassische Darstellung eines Syphilitikers mit typischen Krankheitszeichen, die im einzelnen untersucht und gedeutet werden. Zeitgenössische Berichte erläutern das damalige Gesicht der Seuche und bestätigen die Krankheitsdarstellung auf dem Gemälde. Kunstgeschichtlich wird die naturwissenschaftlich-realistische Art des malerischen Ausdruckes festgestellt und zeitgeschichtlich eingeordnet, insbesondere mit dem Isenheimer Altarbild verglichen. Die bei Grünewalds Werk gemachten Erfahrungen von Kühn über die Bedeutung der dort aufgeführten Heilpflanzen konnten für das Aachener Triptychon nicht bestätigt werden, doch bleibt die Möglichkeit offen, daß andere Symbolwerte magischen Inhaltes diesen Pflanzendarstellungen zugrunde liegen.

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