, Volume 194, Issue 4, pp 396-414

„Kongophile Angiopathie“ und „senile Plaques“ bei greisen Hunden

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Zusammenfassung

Bei einer Serie von 20 senilen Hunden konnte bei 6 Tieren eine „kongophile Angiopathie“ der Meningealund Gehirngefäße aufgezeigt werden, die der beim alternden und altersentarteten Menschen beobachteten vollkommen gleicht.

Erstmals gelang bei sehr alten Hunden — und somit in der Tierreihe überhaupt — der eindeutige Nachweis seniler Plaques in ihrer amorphen Form.

Die biologischen Prinzipien des alternden Menschenund Tiergehirns liegen, wie das Beispiel der senilen Hunde klar zeigt, grundsätzlich auf einer Ebene: Es handelt sich physikalisch um fortschreitende Synäresis mit ihren primären und sekundären Auswirkungen am Gewebe, wobei über den Chemismus selbst nichts ausgesagt werden kann.

Herrn Professor Dr. K. Neubuerger, Denver (Col.) zugeeignet. — Gerade 30 Jahre sind vergangen, seitdem mich K. Neubuerger als jungen Hilfsarzt von Eglfing in die Histopathologie des Zentralnervensystems einführte. In den trüben Jahren, die über die Anstaltspsychiatrie hingingen, brachte die wissenschaftliche Arbeit Trost und Hilfe. Möge das Ergebnis der vorliegenden Arbeit, die ein vor 30 Jahren angegangenes Problem wieder aufgreift, schönster Dank für Professor Neubuergers Mühe von einst sein.